GREEN HILL GALLERY // Vortrag
Im Rahmen der Ausstellung “Reconciliations Hello” von Eunah HONG

Vortrag: “Familienkonzepte und Familienbilder,
ein Vergleich zwischen Nord- und Südkorea”

von Sunju CHOI (Autorin und Kuratorin)

Green Hill Gallery
Grünberger Str. 13, 10243 Berlin
Sa, 28.04.2018, um 18:00h
Eintritt frei

Jeder Staat benötigt Symbole für die Legitimierung seiner Autorität und setzt diese in einer symbolischen Praxis ein. Bilder und Symbole arbeiten mit Konventionen und sind insbesondere im politischen Kontext mit Sprache und deren Bildlichkeit verbunden. Wie werden in Nord- und Südkorea Familienkonzepte und Familienbilder konstruiert, um Herrschaftsanspruch zu legitimieren? Gibt es Unterschiede und/oder Gemeinsamkeiten in der filmischen Repräsentation der Familie? Der Vortrag untersucht historische Kontinuitäten und Wandel von Familienbildern im geteilten Korea. (Deutsch/Englisch)
Nach dem Vortrag wird der nordkoreanische Film “Two Families in Haeun-dong” (1996) gezeigt.

Zwei Familien in Haeundong, 1996, 90 Min, mit eng. UT
Drehbuch: WEE Ung Yong
Regie: LEE Kwan Am

Synopsis:
Im Zentrum des Films stehen zwei Familien mit je einem Kind: Pyǒl und Pom. Die Familie von Pyǒl zieht frisch in einen Apartmentkomplex ein. Dabei fällt auf, dass Pyǒls Vater beim Umzug abwesend ist, worüber sich die Nachbarn wundern. Beide Familienväter sind Inginieure, doch der Poms Vater hat sich nach der Dissertation gemütlich eingerichtet und erfreut sich an seinem häuslichen Glück. Er singt, isst und trinkt gern, kümmert sich um seine Tochter und macht seiner Frau schöne Geschenke. Im Gegensatz zu ihm arbeitet Pyǒls Vater pausenlos und ist selten zu Hause. Seine Frau, die als Sängerin arbeitet, bringt kein Verständnis mehr für seine Abwesenheit auf und beginnt zu grollen. Obgleich Pyǒls Familie unter der Abwesenheit des Familienvaters leidet, dient seine Forschung dem gesamten Land. Am Ende begreifen alle, dass sich Pyǒls Vater für die gesamte Nation aufopfert und schenken ihm Respekt und Anerkennung. Es gelingt ihm, eine neue, effektivere Schweißmethode zu entwickeln, und Pyǒls Mutter ist stolz auf ihren Mann und endlich glücklich.

Reconciliations Hello
Einzelausstellung: Eunah HONG

11. April 2018 – 13. Mai 2018
Green Hill Gallery
Grünberger Str. 13, 10243 Berlin
Kuratiert von Noémie Richard
Vernissage: Mittwoch, 11. 04. 2018, 18 – 21 Uhr

The word reconciliation comes from a Latin word ‘conciliatus’. ‘Conciliatus’ has the meaning of “coming together” or “gathering together”. In the Korean dictionary, ‘reconciliation’ means stop fighting and resolve the negative feelings against each other. Reconciliation is a word embracing an end of a bad relationship and a start of a new relationship. ‘An-nyong’ or ‘An-nyong-ha-seyo’ is a Korean greeting which is a genuine expression of greet and respect from the heart rather than a simple communication. A genuine reconciliation brings a genuine greeting. Therefore, a greeting becomes a sign of reconciliation. Then, shouldn’t a start of a genuine greeting call a genuine reconciliation?

Vortrag
Samstag, 28. April 2018 18 Uhr
von Sunju CHOI (Autorin und Kuratorin)
Familienkonzepte und Familienbilder
Ein Vergleich zwischen Nord- und Südkorea
(in deutscher Sprache, Eintritt frei)

Vorführung
Samstag, 28. April 2018 20 Uhr
Two Families in Haeun-dong
(90 min, eng Untertitel)
Vorführung eines nordkoreanischen Films

Schiffe setzen über

16.03. – 15.04.2018
GALERIE DER KÜNSTLER
Maximillianstraße 42, München
Vernissage: 15.03.2018, 19-22 Uhr

Teilnehmende KünstlerInnen:
Minyoung Paik / Youjin Yi / Siyoung Kim / Junwon Jung / Minseob Ji / Youngjun Lee /
Hyesun Jung / Kyu Nyun Kim / Minjae Lee / Jiwon Kim / Eunah Hong / Junsung Kim / Jesaja Song

Begrüßung: Anita Edenhofer, 2. Vorsitzende BBK München und Oberbayern e. V.
Koreanische Eröffnungsveranstaltung
19:30 Uhr Performance von Kyu Nyun Kim
22.03.2018, 17:30 Uhr Führung durch die Ausstellung / 19 Uhr Vortrag von Sool Park

Südkorea hat in den letzten 40 Jahren ein rasantes Wirtschaftswachstum erfahren, trotzdem bleibt das Land klein und die Ressourcen arm. Die Anpassung der Koreaner an das westliche Wirtschaftssystem und die Herausforderung der Globalisierung verliefen deswegen insbesondere über die Rückbesinnung auf das Nomadentum. Auch in der Kunstszene ist das Phänomen der Migration seit den 60er Jahren stark verbreitet – darunter ist Deutschland ein beliebtes Ziel koreanischer Künstler. Die Gründe und Motivationen künstlerischer Migration will die Ausstellung “Schiffe setzen über” untersuchen und stellt dabei Kunstwerke koreanischer Künstler und Münchner Künstler koreanischer Herkunft gegenüber.